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Die Geschichte hinter dem Weiße Feder Cup 🪶

 

Manche Freundschaften lassen sich schwer in Worte fassen. Und manche Menschen sind irgendwann viel mehr als nur Freunde.

 

Andreas „Anderl“ Wagner war für mich so ein Mensch.

 

Er war mein bester Freund, mein Trainingspartner, mein Begleiter bei unzähligen Kilometern und irgendwann eigentlich wie ein zweiter Bruder. Wir haben gemeinsam trainiert, gelacht, geblödelt, uns gegenseitig angespornt und natürlich auch regelmäßig darüber diskutiert, was überhaupt als Training zählt.

 

Aber Anderl war nicht nur auf dem Rad an meiner Seite: Wenn es im Leben um wirklich Wichtiges ging, hat er zugehört, mir Mut gemacht und mir geraten, auf mein Herz zu hören – und ohne diesen Rat wäre mein Leben heute ein ganz anderes.

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Seine Sprüche gehören für mich bis heute dazu:

 

„Unter 100 Kilometer is ka Radln!“

und natürlich:

„Unter 200 Watt brauchst mir gar nix aufschreiben!“

 

Typisch Anderl. ❤️

 

Als Anderl plötzlich nicht mehr da war, war vieles anders. Auch der Sport.

 

Im ersten Jahr nach seinem Tod hätte ich es nicht geschafft, einen Weiße Feder Cup auf die Beine zu stellen. Dafür war alles noch viel zu nah. Selbst aufs Rad zu steigen und jene Straßen zu fahren, auf denen wir gemeinsam so viele Stunden verbracht hatten, war für mich unglaublich schwer.

 

Bei fast jeder Ausfahrt gab es irgendeinen Ort, eine Kurve oder einen Anstieg, mit dem ich eine Erinnerung verbunden habe.

 

Und genau aus diesen Erinnerungen entstand irgendwann eine Idee.

 

Ich wollte nicht, dass diese Strecken nur mit Trauer verbunden bleiben. Ich wollte etwas schaffen, das zu Anderl passt: Sport, Freundschaft, ein bisschen Verrücktheit, ordentlich Watt – und Menschen, die gemeinsam etwas erleben.

 

So entstand im zweiten Jahr der Weiße Feder Cup. 🪶

 

Mit dem Einzelzeitfahren in Reisenberg und dem Bergzeitfahren auf die Rosalia wurden ganz bewusst zwei Strecken gewählt, die uns verbunden haben. Dort haben wir unzählige Trainingskilometer gesammelt. Dort haben wir gelitten, gelacht und uns gegenseitig das Leben schwer gemacht. 😉

 

Und aus einer sehr persönlichen Idee wurde etwas Besonderes.

 

Der erste Weiße Feder Cup wurde ein großartiger Erfolg. Viele Menschen standen gemeinsam am Start, kämpften um Sekunden und machten genau das, was Anderl geliebt hat: Radfahren und sich gegenseitig fordern.

 

Für mich war aber etwas anderes noch viel wichtiger:

 

Anderl war wieder ein Stück dabei.

 

Nicht nur auf einem Foto oder in unseren Gedanken. Sondern draußen auf der Straße. Bei jedem Start. Bei jedem Anstieg. Bei jedem Fahrer, der sich richtig wehgetan hat. Und natürlich in der weißen Feder, die zum Symbol für den Cup und für unsere Freundschaft geworden ist.

 

Deshalb wird es den Weiße Feder Cup auch 2027 wieder geben.

 

Nicht, weil ich einfach noch ein Radrennen veranstalten wollte.

 

Sondern weil aus der Erinnerung an meinen besten Freund etwas entstanden ist, das Menschen zusammenbringt.

 

Anderl, du fehlst mir noch immer.

Beim Sport. Beim Blödeln. Bei unseren Gesprächen. Und manchmal einfach nur daneben.

 

Du warst für mich nicht nur ein Freund.

Du warst wie ein zweiter Bruder. ❤️

 

Und solange beim Weiße Feder Cup jemand an der Startlinie steht, aufs Rad steigt und alles gibt, fährt auch ein kleines Stück von dir mit.

 

Für Anderl.

Für die Freundschaft.

Für all die gemeinsamen Kilometer.

 

WEISSE FEDER CUP 🪶

 

In Erinnerung an Andreas Wagner.

 

Du fehlst uns auf jedem Kilometer – aber du fährst immer mit.

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